- Auszug
Im Zusammenhang mit der Gefäßgesundheit wird oft vergessen, dass das Lymphsystem ein integraler Bestandteil des gesamten Gefäßsystems ist. Ebenfalls wenig beachtet wird, dass die Innenwand sowohl der Blutgefäße als auch der Lymphgefäße aus Endothelzellen besteht. Der Blutkreislauf ist ein geschlossenes System, in dem die Kapillaren den feinsten Teil darstellen. Sie bestehen lediglich aus Endothelzellen. Dieses „Endothel“ reguliert den Austausch von Feststoffen, Gasen und Flüssigkeiten zwischen dem Blut und dem umgebenden Gewebe. Das Lymphsystem ist ein offenes System, das über locker angeordnete Endothelzellen in das umgebende Gewebe eingebettet ist. Diese Zellen sind durch Faserbündel in der extrazellulären Matrix ihrer Umgebung „verankert“ Da Masqueliers OPCs einen Nutzen für alle Endothelstrukturen aufweisen, sind sie für die Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit des Blut- und Lymphkreislaufs höchst relevant.
Der Zweck des lymphatischen Systems
Die Lymphe ist eine leicht gelbliche Flüssigkeit, die zu 95 Prozent aus Wasser besteht (Lymphplasma). Sie setzt sich aus Lymphozyten sowie anderen sogenannten Plasmaproteine zusammen, die ausschließlich in der Lymphe vorkommen. Die Lymphe spielt eine zentrale Rolle in unserem Abwehr- und Immunsystem. Sie entsteht dadurch, dass Flüssigkeit aus dem Blut durch die Kapillaren in das Gewebe oder in die Interzellularräume fließt. Dort wird der flüssige Anteil des Blutes, das Blutplasma, von den Lymphgefäßen „aufgesaugt“. Schließlich wird das Plasma über die Lymphknoten wieder dem Blut zugeführt. Zudem leitet das lymphatische Endothel nicht nur überschüssige Gewebeflüssigkeit ab und führt sie dem Blutkreislauf wieder zu, sondern transportiert auch Abfallstoffe sowie abgestorbene Blutzellen, pathogene Organismen im Rahmen von Infektionen und maligne Zellen aus Krebswucherungen. In den Lymphknoten werden eindringende Bakterien von den Lymphozyten gefiltert und zerstört.
„Venolympathische“ Einheit
Zwischen dem lymphatischen System und dem Blutkreislauf besteht ein dynamisches und hochkomplexes Zusammenspiel mit dem Ziel, die Funktion und Struktur aller Organe im Körper aufrechtzuerhalten. Zusammen mit der extrazellulären Matrix im Gewebe (dem interstitiellen Raum) kann dieses System als „venolympathische“ Einheit bezeichnet werden. Das System besteht aus Kollagen, Elastin und Proteoglykanen. Kollagen sorgt für die Struktur und Elastin für die Elastizität des Systems. Proteoglykane sind Komplexe aus Proteinen und großen Zuckermolekülen, zu denen beispielsweise Glucosamin und Chondroitin gehören. Proteoglykane sind Bestandteile der extrazellulären Matrix, die die Diffusion von Flüssigkeit durch das Gewebe ermöglichen. Eine Veränderung eines einzigen „vaskulären“ Faktors hat weitreichende Folgen. Ein verminderter Venentonus erzeugt eine Verlangsamung der Blutzirkulation bei gleichzeitigem Druckanstieg auf Kapillarebene. Dort kann die Kapillarmembran nachgeben sowie schwächer und durchlässiger werden. Das umliegende Gewebe ist mit überschüssiger Flüssigkeit gesättigt, und die winzigen Lymphkapillaren sind überlastet. Diese Stauung führt zu einem lokalen Ödem, das auch als Lymphödem bezeichnet wird.
Systemstörung
Eine gestörte Lymphdrainage führt wiederum zu einer Fibrose, einer pathologischen Vermehrung des Bindegewebes, die möglicherweise zu einer Thrombose führt. Dies zeigt, wie wichtig es ist, einen venolymphatischen Stau so früh wie möglich zu lösen. Auch wenn der Ursprung auf Kapillarebene liegt, wird das gesamte Kreislaufsystem rasch beeinträchtigt. Daher sollte die Entstauung am Entstehungsort erfolgen. Die Auswirkungen eines gestörten „venolympathischen“ Systems sind nicht immer lebensbedrohlich, aber sie stellen für Millionen von Menschen echte Herausforderungen dar. Wenn venolymphatische Störungen wie Lymphödeme und Bluthochdruck nicht behandelt werden, beeinträchtigen sie möglicherweise den Herzmuskel und führen zu Angina pectoris, Herzstillstand oder Herzinsuffizienz.
Untersuchung der Wirksamkeit von Masqueliers OPCs in Bezug auf den Lymphfluss
Um herauszufinden, ob Masqueliers OPCs den Lymphfluss verbessern können, injizierten der Facharzt A. Pecking und seine Kollegen vom Centre Huguenin im Pariser Vorort Saint-Cloud den unschädlichen radioaktiven „Tracer“ Technetium-99m (99mTc) in den subkutanen Raum zwischen den ersten Fußzehen von 40 gesunden Männern. Sie nahmen freiwillig an einer Studie teil, deren Ziel es war, die Wirksamkeit von Masqueliers OPCs in Bezug auf die Lymphbewegung zu messen. i] Der Tracer ist an einer Trägersubstanz befestigt und gibt Gammastrahlen ab, die von einer Röntgenkamera visualisiert werden können. In dieser Anordnung können die Bewegung, die Verteilung und das Verschwinden der Radioaktivität von 99mTc im Lymphsystem nachverfolgt und gemessen werden. Das Verschwinden der Radioaktivität des Träger-Tracers hängt von folgenden Faktoren ab: von der Aktivität der Makrophagen („Fresszellen“) in der extrazellulären Matrix, von der Fähigkeit der Makrophagen in die Lymphgefäße einzudringen und schließlich von der Zeit, die das Lymphsystem benötigt, um den Tracer auszuscheiden.
Messen der Wirksamkeit
Die Aktivität von Masqueliers OPC wurde wie folgt gemessen: 1) anhand des Verschwinden der Radioaktivität an der Injektionsstelle in einem Zeitraum von 20 Minuten, wodurch sich Hinweise auf die „Entfernung“ des Trägers durch die extrazelluläre Matrix und das Lymphsystem ergeben; 2) durch Erfassung der Radioaktivität an der Stelle des inneren „kleinen Hammers“ (Malleolus) im Sprunggelenk und auf Höhe des Knies, was einen Hinweis auf die Geschwindigkeit gibt, mit der sich die Lymphe durch das System bewegt.
Studiendesign
Bei der Studie handelte es sich um eine placebokontrollierte Doppelblind-Crossover-Studie. Das bedeutet, dass die Hälfte der Teilnehmer zunächst täglich 300 mg OPCs einnahm und nach dem Crossover das Placebo, wohingegen die andere Hälfte zunächst das Placebo und anschließend die OPCs einnahm. OPCs und das Placebo wurden eine Woche eingenommen. Zwischen OPCs und dem Placebo gab es eine zweiwöchige Auswaschphase. In beiden Gruppen waren die Unterschiede zwischen Placebo und OPCs signifikant. Die Tests wurden an den Tagen 0 und 8 (erste Woche), 21 (Ende der Auswaschphase und dem Beginn der vierten Woche) und 28 (Ende der vierten Woche) durchgeführt. An den Tagen 8 und 28 beobachteten die Forscher, dass OPCs das Verschwinden der Radioaktivität und die Zeit bis zur „Entfernung” des Trägers an der Einstichstelle signifikant steigerten, ebenso wie die Lymphgeschwindigkeit im Fuß und unterem Bein.
Signifikante Wirksamkeit
Im Durchschnitt stieg die Lymphflussgeschwindigkeit in der ersten Gruppe von 10,6 auf 13,3 Zentimeter pro Minute und in der zweiten Gruppe von 11,0 auf 13,5 Zentimeter pro Minute. Die Halbwertzeit (Zeit bis zum Verschwinden) der Radioaktivität sank von 81,8 Minuten auf 70,6 in der ersten Gruppe und von 83,2 Minuten auf 68,7 Minuten in der zweiten Gruppe. Die „Clearance“ (Filterleistung) stieg in der ersten Gruppe von 43,1 auf 53,8 Milliliter pro Minute und in der zweiten Gruppe von 41,3 auf 55,8 Milliliter pro Minute. Das Placebo beeinflusste das Ansprechen des Lymphsystems ebenfalls, jedoch nur geringfügig. In ihrer Studie schlussfolgerten die französischen Forscher, dass OPCs „bei gesunden Menschen statistisch betrachtet das Lymphsystem wirksamer stimulieren als ein Placebo”.
Masqueliers OPCs – in jeder Lebenslage
Das gesunde Zusammenspiel aller Komponenten des venolymphatischen Systems wird durch ernährungsbedingten Stress, durch körperlichen Stress und natürlich durch eine Kombination aus beidem beeinträchtigt. Stress muss im Sinne von „zu viel“ und „zu wenig“ verstanden werden. Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig von etwas kann Stress hervorrufen. Ernährungsbedingter Stress bedeutet beispielsweise mehr als nur eine Überlastung des venolymphatischen Systems in einer Art und Weise, die es behindert und ruhigstellt. Ein Mangel an essenziellen Nährstoffen ist ebenso Teil von Ernährungsstress, da er zu Funktionsstörungen, Schwäche und Degeneration führen kann. Ein Mangel an Vitamin C und OPCs in Verbindung mit einem Mangel an Antioxidantien führt zu einer hohen Belastung des venolymphatischen Systems. Ebenso wird körperlicher Stress sowohl durch eine „Überlastung“ des Körpers als auch durch mangelnde Bewegung und zu wenig Übungen verursacht. Wie dem auch sei, Masqueliers OPCs unterstützen das venolymphatische System bei Gesundheit und Krankheit – in jeder Lebenslage.
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[i] Oligomères procyanidoliques (Endotelon®) et système lymphatique. A. Pecking, B. Picandet, K. Hacene, F. Lokiec, P. Guerin; ARTERES ET VEINES, Vol. 6, No 6, 1987.